Neues vom Perú-Projekt: So wichtig ist das „stille Örtchen“

Neues vom Perú-Projekt: So wichtig ist das „stille Örtchen“

Neues vom Perú-Projekt: So wichtig ist das „stille Örtchen“

# Perú-Projekt

Neues vom Perú-Projekt: So wichtig ist das „stille Örtchen“

Stellen Sie sich vor, Sie sind bei jemandem zu Besuch und fragen nach der Toilette. Was die Frau des Hauses Ihnen zeigt, ist aber lediglich ein Loch im Boden. Es befindet sich in einem windschiefen Verschlag aus Brettern mit einer blauen Plastikplane als Türersatz. So geschehen, als wir 2024 die Familie von Roiber, eines jungen Mannes mit geistiger Behinderung und Autismus, besuchten. Vermittelt durch die Förderschule, deren Schüler er war, hatte das Perú-Projekt ihn mehrfach bei gesundheitlichen Problemen unterstützt. Nun wollten wir uns einen Eindruck von seinen Lebensbedingungen machen – und waren erschrocken.

Wir erfuhren, dass der gesamte Stadtteil von Chachapoyas, in dem Familie Lápiz lebt, weder an das Wasser- noch an das Abwassernetz angeschlossen ist.  Die Dusche war ein offen im Innenhof stehender Kran; das Wasser dafür kam über Schläuche aus einem Regenwasser-Reservoir – vorausgesetzt, dass es genug regnete. Trinkwasser musste von einer Quelle herangeschleppt werden.

Gemeinsam mit Frau Lápiz, einer Sozialarbeiterin und einem Handwerker überlegten wir, wie wir die Situation verbessernkönnten. 

Im letzten Jahr finanzierte das Perú-Projekt die Aufstellung eines Trinkwassertanks. Dieses Jahr lösten wir dann endlich unser Versprechen ein, und die Familie bekam ein Badezimmer mit Sitztoilette und Dusche in einem gemauerten Raum mit Holztür. Die Kosten betrugen 665 €. 

Auch diese Toilette ist ein „Plumpsklo“, denn der Anschluss ans Abwassernetz liegt außerhalb unserer Möglichkeiten. Die Freude der Familie zeigte uns, wie wichtig ein „würdevolles, stilles Örtchen“ ist. 

Wir freuen uns über Spenden, denn diese ermöglichen die Hilfe für Menschen in Perú.


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